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Presseartikel

Türen von heute für morgen

Vetrotech PM Fachseminar 2019
Rund hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmer lauschten gespannt den Ausführungen der Referenten verschiedener Unternehmen auf dem Fachseminar «Türen von heute für morgen» am 5.11.2019 im Hotel am Wasserturm Köln. Mit dabei: Ulrike Martiens und Christoph Baier von Vetrotech SAINT-GOBAIN zum Thema «Geprüfte Sicherheit mit Glas».

Nach der Begrüßung durch Jochen Sauer, Axis Communications GmbH, brachte Ludger Thiele von WESTAG & GETALIT AG die rund 100 Teilnehmer unterschiedlicher Branchen, darunter viele Planer und Ingenieure, auf den neuesten Stand in Sachen Produktnorm DIN EN 14351-2 für Innentüren. Die wichtigste Information: Es bleibt erst mal alles so, wie es ist. Die Koexistenzphase für die CE-Kennzeichnung findet zu einem späteren Zeitpunkt statt, „voraussichtlich im Jahr 2020“.

Mit beeindruckenden Videos veranschaulichte Gastreferent Jürgen Duscheck vom Sachverständigen- und Planungsbüro Sascha Puppel GmbH, wie Einbrecher selbst modernste Sicherungsanlagen austricksen. Sein Fazit: Da die heutigen Sicherheitsanlagen technisch oftmals sehr kompliziert sind, sind sie auch fehleranfällig, so dass meist Planungs- und Installationsfehler Einbrechern in die Hände spielen. Seit dem 2.11.2019 existiert eine CE-Kennzeichnungspflicht für Feuerschutzabschlüsse im Außenbereich nach DIN EN 16034 in Verbindung mit DIN EN 14351-1: Was dies für die Planung und Ausschreibung von Feuerschutzabschlüssen, Rauchschutzabschlüssen und Brandschutzverglasungen bedeutet, erläuterte Thomas May von Schüco Stahlsysteme Jansen der Schüco International KG.

Christoph Baier und Ulrike Martiens von Vetrotech SAINT-GOBAIN stellten in ihrem Vortrag „Geprüfte Sicherheit mit Glas“ die Vetrotech-Produkte und ihre verschiedenen Einsatzgebiete vor. Hier ging es zunächst um einbruchhemmende Sicherheitsgläser, die nach der DIN EN 1627 geprüft werden. Diese Norm beschreibt die Mindestanforderung an das Glas – Ausnahme sind Fluchttüren mit Einbruchhemmung und Antipanikverriegelung. Hierbei wird das Glas nach EN 1630 geprüft und mit den Werkzeugen entsprechend angegriffen. Für die Prüfung von beschuss- und durchschusshemmenden Konstruktionen sind die zu verwendenden Waffen und Munition für die jeweilige Widerstandsklassen nach EN 1063 BR 1 – BR 7 S und NS exakt vorgegeben – ein Beschuss mit einer Kalaschnikow AK 47 fehlt. Da aber die AK 47 die meist verbreitete Waffe der Welt ist, setzt Vetrotech dennoch diesen Waffentyp für eine Prüfung ein. Die AK 47 wird oft von Terroristen genutzt und stellt eine ernsthafte Bedrohung da. Anhand von Glasmustern verdeutlichte Christoph Baier den Unterschied von beschusshemmenden Gläsern als Verbundgläser und Aufbauten mit Polycarbonat. POLYGARD BULLET-Gläser mit Polycarbonat wurden entwickelt, um bei den hohen Beschussklassen Gewicht einsparen zu können. Bei einem Beschuss wird das Projektil vom Glas zerstört, die Fragmente werden von der PC-Scheibe aufgehalten. Um Brandschutzgläser und ihre Kombinationsmöglichkeiten mit weiteren Funktionen ging es im zweiten Vortragsteil: Ulrike Martiens zeigte anhand von beeindruckenden Beispielen, wie Gebäude mit Brandschutzgläsern in Kombination mit Farbfolien, Ornamentglas und Digitalsiebdruck wirken und betonte, dass man auch in Kombination mit Hochsicherheitsglas keine Befürchtungen vor grünstichigem Glas haben muss.

Volker Massmann stellte in seinem Vortrag die neuesten Türentwicklungen der SÄLZER GmbH vor, die gleichzeitig gegen Einbruch, Durchschuss und Explosion schützen. Er präsentierte u.a. die Entwicklung einer großflächig verglasten zweiflügeligen Vollpaniktür, die gleichzeitig Einbruchschutz bis Klasse RC4 bietet. Die Prüfungen von Hochsicherheitsgläsern bzw. Systemen mit Sicherheitsgläsern fangen bei der Widerstandsklasse RC3 an und gehen bis in die höchste Klasse RC6.

„Zugang barrierefrei – und sicher?“ war das Thema von Heiko Steinhauer von ASSA ABLOY Sicherheitstechnik. Er stellte unterschiedliche elektromechanische Sicherheitslösungen an Türen vor, unter anderem barrierefreie Türen mit Feststellanlagen, Brandschutztüren mit Zutrittskontrolle und gesichertem Rettungsweg oder auch Schleusenlösungen.

Im Schlussvortrag „Zusammenspiel der Sicherheitstechnik an Zu- und Abgängen“, zeigte Jochen Sauer Business Development Manager A&E bei Axis Communications, der auch den Tag moderierte, Überwachungssysteme mit Video- und Audioelementen und mahnte die Anwesenden eindrücklich, schon beim Planen einer Sicherheitslösung den Lebenszyklus der Anlage zu definieren und deren Rückbau mitzudenken.

Das Fachseminar „Türen von heute für morgen“ fand an mehreren Orten in Deutschland statt, ist als Fortbildungsveranstaltung von den Architektenkammern der Länder anerkannt und wird im Jahr 2020 fortgeführt. Vetrotech ist auch bei weiteren Fortbildungsveranstaltungen für Architekten und Planer beteiligt, wie zum Beispiel dem Seminar „Vernetzte Sicherheit und Gebäudetechnik Planung, Errichtung, Betrieb“ in Zusammenarbeit mit Schüco International GmbH und Gretsch-Unitas GmbH, oder dem Fachseminar „Planung Aktuell: Innovative und nachhaltige Lösungen von der Gebäudehülle bis zum Feuerschutzabschluss in Fluchtwegen“ gemeinsam mit Forster, Reynaers und GEZE.

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Bildunterschriften :
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Rund hundert Teilnehmer verfolgten aufmerksam die Ausführungen der sieben Referenten.

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Ulrike Martiens und Christoph Baier von Vetrotech SAINT-GOBAIN am Infostand während des Fachseminars « Türen von heute für morgen »

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Sorgte für Erheiterung während der Kaffeepause: Eine Teilnehmerin simulierte einen Einbruchversuch mit einem Schraubenzieher.

Bildnachweis:
© Vetrotech Saint-Gobain

Über die Vetrotech Saint-Gobain International AG:
Vetrotech Saint-Gobain International AG gehört zu Saint-Gobain Gruppe. Vetrotech spezialisiert sich auf die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Hochleistungs-Sicherheitsglas für den Gebäudesektor und für die Schifffahrt. Der Fokus liegt auf dem Angebot multifunktionaler Sicherheit-, Komfort- und Designfeature für die sichere und nahtlose Gebäudeintegration. Dank einer breiten Palette feuerhemmender, schlagfester, angriffsfester, kugelsicherer, sprengwirkungshemmender, druck- und selbst Hurrikane-sicherer Hochsicherheitsgläser sind wir in der Lage, innovative Lösungen selbst für die anspruchsvollsten Anwendungen anbieten zu können. Mit sieben Produktionsstandorten auf drei Kontinenten und weltweit über 1.000 Mitarbeitern stellt Vetrotrech sicher, dass über seine über den gesamten Globus verteilten regionalen Vertriebsbüros Kunden in über 60 Ländern verlässlich beliefert werden. Mehr Informationen über Vetrotech finden Sie auf www.vetrotech.com. Oder folgen Sie uns auf Twitter (@Vetrotech_Int).

Über Saint-Gobain:
Saint-Gobain entwickelt, produziert und vertreibt Werkstoffe und Lösungen, die für das Wohlbefinden eines jeden und die Zukunft aller gedacht sind. Diese Werkstoffe kommen überall in unserer Umgebung und in unserem täglichen Leben vor: in Gebäuden, Transportmitteln, Infrastrukturen sowie in zahlreichen industriellen Anwendungen. Sie sorgen für Komfort, Leistung und Sicherheit und erfüllen gleichzeitig die Anforderungen des nachhaltigen Bauens, des effizienten Umgangs mit Ressourcen und des Klimawandels. Saint-Gobain ist in 67 Ländern aktiv und beschäftigt über 179.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2018 wurde ein Umsatz von 41,8 Mrd. Euro erzielt. Weitere Informationen über Saint-Gobain finden Sie unter www.saint-gobain.com oder @saintgobain.